Am Sonntagmittag in Basel vor einer verschlossenen Tür zu stehen, ist keine Ausnahme. Es ist der Normalfall, wenn man nicht vorher nachgeschaut hat.
Von zehn Lokalen, die wir für diesen Text geprüft haben, waren sieben an diesem Tag zu. Darunter fast alle Weinbars und die meisten kleinen Restaurants mit eigener Küche.
Der Grund ist einfach: In Betrieben, die von zwei oder drei Personen geführt werden, braucht jemand irgendwann frei. Und dieser Ruhetag ist in der Schweiz traditionell der Sonntag, oft zusammen mit dem Montag.
Frühstück und Vormittag
Das Café Frühling an der Klybeckstrasse 69 öffnet auch dann um neun. Eigene Röstung, ein paar Tische an der Strasse, drinnen wird es schnell voll. Für den Kleinbasler Vormittag die naheliegendste Adresse.
Die Bäckerei KULT an der Riehentorstrasse 18 hat von acht bis vierzehn Uhr offen. Sitzplätze gibt es kaum, man kauft und nimmt mit. Wer um halb drei kommt, kommt zu spät.
Die Brasserie im Volkshaus an der Rebgasse 12-14 ist nur zwischen acht und elf Uhr offen. Frühstück ja, Mittagessen nein. Das übersehen viele, weil das Haus unter der Woche bis spät geöffnet ist.
Mittag und Nachmittag
Die Markthalle am Steinentorberg 20 ist die verlässlichste Antwort auf das Basler Wochenende. Neun bis zweiundzwanzig Uhr, ein Dutzend Küchen unter einer Kuppel, freie Platzwahl. Niemand muss sich einigen, jeder holt sich das Seine.
Dasselbe Prinzip im Kleinbasel: das Klara an der Clarastrasse 13, bis dreiundzwanzig Uhr.
Wer lieber am Wasser sitzt: das Zum Schmale Wurf an der Rheingasse 10 hat sieben Tage die Woche von elf bis zweiundzwanzig Uhr offen, mit Terrasse gegen den Rhein.
Der Gasthof zum Goldenen Sternen am St. Alban-Rheinweg 70 ebenfalls täglich, ab halb zwölf. Klassische Küche, älteres Haus, Garten. Preislich eine Stufe höher als der Rest dieser Liste.
Und die walther bistrobar an der Kasernenstrasse 8, täglich von elf bis dreiundzwanzig Uhr, im Kasernenhof.
Abends
Hier wird es dünn. Das LAUCH an der Klybeckstrasse 241 ist offen, aber erst ab achtzehn Uhr. Mehrgängiges Menü, vegetarisch und vegan. Reservieren.
Das Consum an der Rheingasse 19 öffnet um fünfzehn Uhr. Weinbar mit Plättli, keine warme Küche im eigentlichen Sinn, aber man wird satt.
Was zu bleibt
Damit Sie nicht umsonst hingehen:
| Lokal | Adresse | Geschlossen |
|---|---|---|
| Shiro | Klybeckstrasse 122 | So, Mo |
| Flore | Klybeckstrasse 5 | So |
| Invino | Bäumleingasse 9 | So, Mo |
| vino e/y vino | Steinentorberg 20 | So, Mo |
| Chez Grisoni | Klosterberg 15 | So, Mo, Di |
| Besenstiel | Klosterberg 2 | So, Mo |
| Rubino | Luftgässlein 1 | So, Mo |
| Spark | Güterstrasse 166 | So |
Der Montag ist der schwierigere Tag
Das ist die eigentliche Erkenntnis aus dieser Liste. Das Wochenende lässt sich planen: Markthalle, Klara, ein paar Häuser am Rhein. Am Montag fallen dieselben Lokale weg wie am Vortag, plus diejenigen, die vorher noch offen hatten.
Wer montags abends warm essen will, sollte vorher anrufen. Das gilt besonders für die kleinen Betriebe im Matthäusquartier.
Drei Hinweise
Feiertage zählen gleich, manchmal strenger. An Auffahrt oder am 1. August auf gut Glück loszuziehen, geht selten gut aus.
Betriebsferien. Kleine Häuser schliessen im Sommer oft zwei bis vier Wochen. Das steht dann nur auf ihrer eigenen Website.
Reservieren. Am freien Tag konzentriert sich alles auf die wenigen offenen Lokale. Was unter der Woche spontan klappt, klappt dann nicht.
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Öffnungszeiten Stand Herbst 2026. Vor dem Losgehen kurz prüfen.

