Restaurant La Fourchette Basel

Das Restaurant La Fourchette an der Klybeckstrasse 122 in Basel ist geschlossen. Laetitia Oser und Valentin Brotbek haben ihr Bistro am 5. April 2025 zum letzten Mal geöffnet, nach fünf Jahren. In den Räumen kocht heute jemand anderes.

Wer diese Seite über eine Suchmaschine gefunden hat, sucht meistens eines von drei Dingen: eine Reservation, eine Erklärung oder einen Ersatz. Das Erste geht nicht mehr. Das Zweite und das Dritte stehen weiter unten.

Was heute an der Klybeckstrasse 122 ist

Keinen Monat stand das Lokal leer. Am 2. Mai 2025 hat dort das Shiro eröffnet, ein eritreisch-äthiopisches Restaurant. Feven Scheurer führt es zusammen mit ihrer Mutter, die in der Küche steht. Gegessen wird mit den Händen, zu Injera, dem säuerlichen Fladenbrot aus Teffmehl.

Die Übergabe lief freundschaftlich: Die Betreiber des La Fourchette haben die Schlüssel persönlich übergeben, mit einem Blumenstrauss dazu.

Auch das Shiro ist ein Zweierbetrieb an derselben Adresse, mit derselben überschaubaren Grösse. Die Küche ist eine andere, die Haltung ist ähnlich. Mehr dazu auf shiro-basel.ch.

Fünf Jahre La Fourchette

Laetitia Oser und Valentin Brotbek haben das Lokal im Sommer 2020 übernommen, mitten in einem Jahr, in dem in der Gastronomie kaum jemand etwas Neues anfing. Das Geld dafür kam zu einem grossen Teil aus einem Crowdfunding.

Beide kamen von der Kunst her. Laetitia Oser hat nach ihrem Master eine Kochlehre gemacht und unter anderem im Noma in Kopenhagen gearbeitet. Valentin Brotbek war Dokumentarfilmer, bevor der Wein wichtiger wurde.

Ihr Konzept hiess «einmal alles»: ein Menü mit sieben Gängen, saisonal, ohne grosse Auswahl. Wer kam, ass, was gekocht wurde. Maximal zwei Dutzend Gäste pro Abend, zwei Personen im Betrieb, keine dritte. Dazu eine Weinkarte aus biodynamischen Weinen und Naturweinen, viele davon selbst importiert und sonst kaum irgendwo in der Schweiz zu bekommen.

2022 wurde das La Fourchette von Gastrokritiker Martin Jenni zur Beiz des Jahres gewählt. Danach war es noch schwieriger, einen Tisch zu bekommen.

Geschlossen wurde nicht, weil es schlecht lief. Es lief zu gut für zwei Menschen. Laetitia Oser hat das im Gespräch mit der bz Basel deutlich gesagt: Sie war an ihrer Grenze angekommen. Im Februar 2025 war der Vertrag mit der Nachfolge unterschrieben, Anfang April war Schluss.

Wo es in Basel ähnlich schmeckt

Ein Lokal wie das La Fourchette lässt sich nicht ersetzen. Drei Adressen kommen dem, was es ausgemacht hat, am nächsten: kleine Betriebe, Naturwein, ein Menü statt einer langen Karte.

LAUCH

Klybeckstrasse 241, wenige Hundert Meter die Strasse hinauf, im Platanenhof. Vegetarisch und vegan auf hohem Niveau, mittags ein Tellergericht, abends ein mehrgängiges Menü. Dazu regionale Naturweine. Von allen Basler Lokalen ist das konzeptionell das nächste.

Flore

Eine französische Weinbar ohne Getue. Grosse Auswahl an Natur- und Biowein, dazu Plättli. Wer im La Fourchette vor allem wegen der Weinkarte war, findet hier am ehesten weiter.

Consum

Kleinbasel, an der Rheingasse. Rund hundert Weine aus ganz Europa, jede Flasche wird ab drei Deziliter geöffnet. Abends Käse und Salumi dazu. Weniger Küche, mehr Keller.

Und das Shiro selbst

Die naheliegendste Antwort ist die gleiche Adresse. Andere Küche, gleiche Grösse, gleiche Sorgfalt.

Weiter im Basler Gastro-Guide

Diese Seite gehört zu einem Stadtführer für Basel. Wenn Sie hier gelandet sind, weil Sie einen Tisch gesucht haben, findet sich in den folgenden Rubriken vielleicht der nächste:

Stand: April 2025. Sollte sich etwas ändern, aktualisieren wir diese Seite.